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Rituale Jeux Dramatiques
Ausdrucksspiel aus dem Erleben
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Helga Flohr

Ausdrucksspiel aus dem Erleben (Jeux Dramatiques)

Jeux Dramatiques - was ist das?

- eine Methode für Erziehung, Unterricht und Erwachsenenbildung
- ein Mittel, eigenes Erleben, innere Bilder und Gefühle spielerisch auszudrücken
- eine Möglichkeit zu Selbstentfaltung und Lebenshilfe
Aktuelle Jeux-Termine

Die Jeux Dramatiques wurden im pädagogischen Kontext entwickelt als kreative Methode für Erziehung, Erwachsenenbildung und Selbsterfahrung. Sie ist dem Menschenbild der humanistischen Psychologie verpflichtet, die den Menschen als ganzheitliches Wesen in Autonomie und Selbstverantwortung begreift.

Dieser Ansatz geht auch davon aus, dass die Fähigkeit des Menschen, sich mit fremden Rollen identifizieren zu können, ein Grundbedürfnis ist. Mit der Methode der Jeux Dramatiques lässt sich auf spielerische Weise lernen, eigenes Erleben, innere Bilder und Gefühle auszudrücken. Dabei werden Selbstwahrnehmung, Kreativität, emotionale Kompetenz und Persönlichkeit gefördert und gestärkt.

Durch die Einbettung des eigenen Spiels in das von der ganzen Gruppe getragene Spielgeschehen entwickeln sich soziale Fähikgieten wie Empathie, Toleranz, Kommunikation und Kooperation. Diese Wirkungen werden aber nicht im Sinne von Zielvorgaben angestrebt, sondern entwickeln sich im Ausdrucksspiel quasi nebenbei - im Vordergrund steht das ERLEBEN!

Obwohl die Jeux im Verkörpern von Rollen und im Ablauf der Spielhandlung dem dramatischen  Gestalten verwandt sind, unterscheiden sie sich vom Theaterspiel: In den Jeux wird kein Text gesprochen, gibt es weder Zuschauer noch Probenstress, weder Bewertung noch Kritik. Weil damit auch die Angst vor Fehlern wegfällt, erleben die Spielenden in den Jeux bisweilen Momente von packender Intensität.

Zum sinnlichen Erleben wird das Ausdrucksspiel auch durch improvisierte Raumgestaltung und spontane Verkleidungen mit farbigen Tüchern, Hüten und weiteren die Fantasie anregenden Hilfsmitteln. Rhythmus- und Klanginstrumente und Stimme erweitern die Skala des individuellen Ausdrucks und wecken die Lust am Experimentieren mit Tönen.


Als Ausgangspunkt für die Jeux dienen meist Texte:
vom Märchen und Bilderbuch über Lyrik nund Kurzgeschichte bis zum Meditationstext. Im Ausdrucksspiel von "innen her" erlebt, offenbaren sie ihre Vielschichtigkeit. Aber auch Musikstücke, Werke der bildenden Kunst, Träume, persönliche Gegenstände und freie Assoziationen können Impulsgeber für Jeux Dramatiques werden.

Als Ergänzung zur intellektuellen und leistungsorientierten Erziehung fördert das Ausdrucksspiel die gemüthafte und seelische Erlebnisfähigkeit, das Ausdrucksvermögen und die Sinnerfahrung. Die emotionalen Kräfte, wie Fantasie und Spielfreude, werden wieder entdeckt und entwickelt.

Arbeitsfelder und Zielgruppen

Das Ausdrucksspiel hat in Pädagogik und Therapie bereits Eingang gefunden und wird in verschiedenen
Schwerpunktbereichen angewendet, z.B.:
  • Schule (besonders im fächerübergreifenden Ansatz aller Schularten auch in Deutsch, Geschichte, Ethik, Religion und Musik)
  • Kindergarten und Kindertagesstätten
  • Heil- und Sonderpädagogik
  • Aus- und Weiterbildung für soziale Berufe
  • Erwachsenenbildung und Selbsterfahrung